Autor: Martin Bertele

  • Der Krieg in mir

    Der Krieg in mir

    Welche Spuren hat die Kriegsgeneration in uns hinterlassen? Wie prägen sie uns bis heute?

    In Der Krieg in mir erforscht Sebastian Heinzel ausgelöst von heimsuchenden Träumen Kriegsspuren und Auswirkungen in der eigenen Familiengeschichte.

    Unsere heutige Zeit ist geprägt von Kriegen und Kriegsdrohungen. Heutige Kriegstreiber und Soldaten sind größtenteils Männer. Was macht das mit uns? Was ist unser eigener Umgang mit Krieg?

    Einladung zum Filmabend

    Wie geht es uns mit dem Thema Krieg? Was haben wir in unserer eigenen Familiengeschichte erlebt? Ich lade Dich zu einem Filmabend mit Austausch ein. Du kannst von überall aus Online teilnehmen oder vor Ort persönlich in Freiburg. Mit dabei für das Filmgespräch und den Austausch sind Sebastian Heinzel, Regisseur und Protagonist, sowie Klaus Heinzel, Vater von Sebastian und Protagonist.

    Beginn: am Dienstag 12.08.25 um 18.30 Uhr
    Teilnahmebeitrag 15 – 20 €

    Hier gehts zu Trailer und Details vom Krieg in mir.

    Anmeldung und Infos

    Melde Dich für den Link oder genaue Adresse bei mir per Email an.

    Wir freuen uns auf Dich!

    Unterstützung für’s Crowdfunding

    Der Teilnahmebeitrag fließt an Sebastian’s Crowdfunding zu seinem neuen Film: ‚Die Anderen in mir‘ – über die Kunst des Wahrnehmens.
    Als Meister der Wahrnehmung im Focusing bin ich sehr gespannt auf diesen Film und unterstütze das Projekt aus ganzem Herzen ❤️. Zusammen mit unserem vorangegangenen Filmabend ‚Der Wald in uns‘ unterstützen alle Einnahmen Sebastian’s wertvolle und mutige Arbeit.

    Zu mir und über meine Arbeit

    Ich öffne Räume für Männer, sich Selbst und Andere tiefer kennenzulernen. In Einzelbegleitung biete ich Dir Gelegenheit, Dich mit Deiner Wahrnehmung zu erforschen. Durch körperliches Spüren, Innehalten und Verweilen kannst Du Deine Beziehungsfähigkeit im Umgang mit Dir Selbst sowie mit Anderen weiter entwickeln. Hier erfährst Du mehr, wie Du mein Focusing kostenlos ausprobieren kannst.

  • Der Wald in uns

    Der Wald in uns

    Wer bin ich? Und was will ich wirklich?

    Sind Dir solche Fragen auch schonmal aufgekommen und wie gehst Du damit um?

    In Der Wald in uns erfahren wir von zwei sehr verschiedenen Lebensentwürfen. Der Hauptdarsteller und die Hauptdarstellerin navigieren auf ganz eigene Weise in der Herausforderung der heutigen Welt, die Überzahl an Möglichkeiten positiv für sich Selbst zu nutzen und Erfüllung durch den eigenen, persönlich stimmigen Weg zu finden.

    Einladung zum Filmabend

    Um unsere eigenen Herangehensweisen in großen Fragen des Lebens sowie die Anderer näher kennenzulernen, lade ich zu einem Filmabend mit Austausch ein. Du kannst von überall aus Online teilnehmen oder vor Ort persönlich in Freiburg. Mit dabei für das Filmgespräch und den Austausch ist Sebastian Heinzel, Autor des Filmes.

    Beginn: am 30.07.25 um 19 Uhr
    Filmbeitrag 5 – 10 €

    Hier gehts zu Trailer und Detailinfos zum Film.

    Wir sammeln zusätzlich für Sebastian’s Crowdfunding seines neuen Werkes : Die Anderen in mir – Stehe ich meinen Mann und wenn ja, wie viele? Mehr dazu am Ende des Filmabends.

    Anmeldung und Detailinfos

    Melde Dich bei mir per Email an.

    Wir freuen uns auf Dich!

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  • Integrale Psychologie und Lebenspraxis

    Integrale Psychologie und Lebenspraxis

    in·te·g·ral
    zu einem größeren Ganzen dazugehörend

    Was ist integrale Psychologie ?

    Das Wort integral bedeutet „zu einem größeren Ganzen gehörend“.
    In diesem Sinne geht es darum, die Vielfalt menschlicher Erfahrungen nicht zu trennen, sondern bewusst zusammenzuführen. Gefühle, Gedanken, Körperempfindungen, persönliche Geschichte, kulturelle Prägungen – alles darf seinen Platz haben.

    Dieser Blick über den Tellerrand hilft, komplexe Fragen stimmiger zu beantworten. Ob es um persönliche Herausforderungen, Beziehungen oder gesellschaftliche Themen geht: Je mehr Wahr- und Weisheiten wir einbeziehen, desto tragfähiger sind die Antworten, die wir finden. Integrale Psychologie lädt Dich ein, diesen weiten Blick zu üben – und ihn auf Dein eigenes Leben anzuwenden. Im Hier und Jetzt stehen Dir all Deine Sinne und Erfahrungen, die Dich als Mensch einzigartig machen, bei der Bewältigung nächster Schritte als Ressourcen für ein erfülltes Leben zur Verfügung.

    Warum integrale Ansätze heute wichtiger sind denn je

    Wir leben in einer Zeit, in der Informationen und Meinungen im Sekundentakt auf uns einprasseln. Was gestern noch als „wahr“ galt, wird heute hinterfragt – und morgen vielleicht schon durch eine neue Sichtweise ersetzt.
    Das kann verunsichern. Aber es birgt auch eine große Chance: die Möglichkeit, verschiedene Perspektiven nicht als Widerspruch zu sehen, sondern als Ergänzung.

    Integrale Ansätze helfen Dir dabei, innere Stabilität mit äußerer Offenheit zu verbinden. Sie laden Dich ein, das Beste aus unterschiedlichen Quellen zu schöpfen – ohne Dich auf eine einzige Wahrheit festzulegen.
    So entsteht ein innerer Kompass, der nicht starr ist, sondern lebendig bleibt. Du lernst, Veränderungen nicht als Bedrohung zu empfinden, sondern als natürlichen Teil von Entwicklung – deiner ganz Persönlichen sowie die Deiner Umgebung.

    Gerade in Zeiten von Unsicherheit und schnellen Umbrüchen kann dieser integrative Blick ein Anker sein – für Dich persönlich, in Deinen Beziehungen und auch im Umgang mit gesellschaftlichen Themen.

    Selbstwahrnehmung als Schlüssel

    Bevor wir über Methoden und Modelle sprechen, lohnt sich ein kurzer Blick nach Innen. Nimm Dir einen kleinen Moment, nur für Dich. Atme dazu einmal bewusst ein und aus. Lade ein, was Du in Deinem Körper im Hier und Jetzt gerade erlebst.

    Was fühlst Du gerade? Womit beschäftigt sich Dein Verstand in diesem Augenblick? Und was sagt Dein Bauch?

    Selbstwahrnehmung bedeutet, Dich in deiner ganzen Lebendigkeit zu erleben – mit all Deinen Sinnen, Gedanken und Gefühlen. Wir sind nie nur ein einzelner Aspekt von uns selbst. Ob Du gerade eine Entscheidung triffst, ein Gespräch führst oder einfach in den Tag hineinlebst: Dein Körper, Dein Herz und Dein Verstand sind immer mit dabei.

    Wenn wir diese inneren Signale wahrnehmen und ernst nehmen, öffnen wir einen Zugang zu Ressourcen, die oft unbemerkt in uns schlummern. Integrale Psychologie macht genau das zum Ausgangspunkt: im Hier und Jetzt anzukommen und von dort aus die nächsten Schritte stimmig zu wählen.

    Mein Weg zur Integralen Psychologie

    Mein eigener Zugang zur Integralen Psychologie begann in der mehrjährigen Ausbildung bei Dr. Rainer Eggebrecht am Institut für Gesprächs- und Focusingtherapie (IGF). Dort habe ich nicht nur Fachwissen erhalten, sondern vor allem Räume erlebt, in denen echte Begegnung möglich war – mit mir selbst und mit anderen.

    Besonders schätzte ich das ausgewogene Miteinander, auch zwischen Männern und Frauen, was in anderen Seminarkontexten für mich nicht selbstverständlich war. Als Mann war es bereichernd, mich mit anderen Männern über unsere persönlichen Entwicklungswege auszutauschen.

    Ein Satz aus dieser Zeit ist mir besonders geblieben: „Gell, a bisserl mehr Selbstbewusstsein“. Schritt für Schritt lernte ich, mir selbst mit mehr Empathie, Akzeptanz und Ehrlichkeit zu begegnen. Ich durfte auf meinem eigenen Weg integrieren, was für mich echtes Selbstbewusstsein ist.

    Focusing – der Werkzeugkoffer für innere Klarheit

    Focusing ist für mich wie ein gut sortierter Werkzeugkoffer: Du hast verschiedene Werkzeuge parat, um im richtigen Moment das passende einsetzen zu können.
    Es ist eine Methode, Die Dir hilft, vage oder diffuse Empfindungen in Dir klarer werden zu lassen – sodass daraus neue, stimmige Schritte entstehen.

    Im Buch Integrale Psychologie zeigt Dr. Rainer Eggebrecht, wie Focusing und andere Methoden ineinandergreifen. Zahlreiche Selbstwahrnehmungsübungen, anschauliche Beispiele und leicht verständliche Erklärungen machen das Werk zu einer inspirierenden Begleitung. Für mich ist es eine Lektüre, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern direkt in die persönliche Praxis führt.

    Zwei Bücher integrale Psychologie liegen im Gras. Bei einem ist die persönliche Handsignatur erkennbar.

    Modelle, die neue Perspektiven eröffnen

    Ein besonderer Schatz der Integralen Psychologie sind die Modelle, die helfen, komplexe Situationen aus mehreren Blickwinkeln zu verstehen.
    Das Werte- und Entwicklungsquadrat zum Beispiel zeigt, wie wir aus Gegensätzen lernen können, anstatt sie als unüberwindbare Konflikte zu sehen.
    Spiral Dynamics wiederum eröffnet die Möglichkeit, gesellschaftliche Entwicklungen und unterschiedliche Wertvorstellungen besser nachzuvollziehen – ohne vorschnell zu urteilen.

    Solche Modelle sind keine starren Schubladen. Sie sind Landkarten, die dir Orientierung geben, ohne dir den Weg vorzuschreiben.

    Focusingbegleitung für Männer

    Wie wäre es, Dir Zeit zu nehmen, um Dich selbst und Deinen Umgang mit anderen Menschen tiefer zu erkunden?
    Meine Focusingbegleitung richtet sich speziell an Männer, die einen sicheren Rahmen suchen, um mit ihrer inneren Welt in Kontakt zu kommen.

    In einer 1:1-Begleitung kannst Du Dich selbst besser kennenlernen, alte Themen klären und neue Erfahrungen integrieren. Es ist ein geschützter Raum, in dem Du nicht bewertet wirst, sondern die Freiheit hast, zu erforschen, was in Dir lebendig ist.
    Viele Männer berichten mir, wie sehr ihnen dieser Raum hilft, klarere Entscheidungen zu treffen und im Alltag gelassener zu sein.

    [wap_widget title=“Stell mir Deine Fragen“ popup center staff=“1″ service=“1″ ]

    Buchverlosung: Integrale Psychologie gewinnen

    Zum Start einer neuen Runde der Basisausbildung in Integraler Gesprächs- und Focusingtherapie bei Rainer Eggebrecht am 7.9.2024 verlose ich mein Zweitexemplar Integrale Psychologie an interessierte Männer. Du kannst auch teilnehmen, um das Buch an einen lieben Menschen weiterzugeben (und es dir dann von ihm erzählen lassen und selbst lesen). Gewinne faszinierende Einblicke in die Welt des Focusing und der integralen Perspektive!

    So nimmst Du bis einschließlich dem 11.08.2024 an der Buchverlosung teil:

    1. Schreib unten in die Kommentare – etwas zum Thema oder auch ganz frei, was Dich bewegt, beschäftigt, anspricht oder interessiert :) Was stellst du dir unter Focusing vor? Falls es Dir bekannt ist, woher und was verbindet dich damit? …
    2. Teile diesen Artikel mit weiteren Menschen, per persönliche Nachricht oder über Soziale Medien deiner Wahl (ganz unten findest Du Teile-Buttons) !

    Aus allen Teilnehmenden wird der Gewinner ermittelt und persönlich benachrichtigt.

    P.S.: Selbstbewusstsein ist unbezahlbar – sich mit Focusing weiterzuentwickeln dagegen sehr!
    Ich freue ich mich, von Dir zu hören, wie ich Dich am Besten unterstützen kann.

    2 Antworten zu „Integrale Psychologie und Lebenspraxis“

    1. Avatar von Andrea Nina
      Andrea Nina

      Hei lieber Martin

      Focusing habe ich bisher nur durch dich kennengelernt. Und darum stelle ich mir darunter volle Präsenz vor, in Beziehung einem Augenblick die volle Aufmerksamkeit schenken und damit auch die Tore offen halten, dass, was immer ist, sich wandeln und entfalten kann.

      Ich wünsche mir, dass viele Menschen ihren inneren Kompass kennen und darauf vertrauen und danach handeln lernen. Wenn ich das Buch bekomme, würde ich es einem Mann, der mir viel bedeutet, weitergeben.
      Und es danach selber lesen :)

    2. Avatar von Jo Bühler

      Klingt spannend und wertvoll!

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  • Care für Care-Arbeit

    Care für Care-Arbeit

    Care-Arbeit meint Fürsorge, das Sich-Kümmern, wie beispielsweise Kinderbetreuung, Altenpflege oder Haus- und Familienarbeit. Inspiriert hat mich Evke Rulffes in ihrem Werk “Die Erfindung der Hausfrau – Geschichte einer Entwertung”. Als einen Schlüssel, um angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Ansprüche und Herausforderungen gut für uns zu sorgen, nennt sie die ganz persönliche Bewusstmachung und Perspektiverweiterung. Ich lade Dich zu meiner professionellen Begleitung ein, Dich Dir zuzuwenden – wie geht es Dir eigentlich mit Care-Arbeit? Bestimmt gibts da was, das Dir eh klar ist. Und vielleicht sind da auch einfach eine Stimmung, vages Gefühl oder Vorahnung irgendwie da? Dieses Implizite beinhaltet Frisches, dem wir uns beim Focusing zuwenden. Vielleicht kommt auch etwas ganz Anderes – eben das, wie es Dir gerade geht? Viel Freude beim Lesen, Fühlen, Gedankenmachen, Spüren und Dich Erforschen :)

    Die Schnelllebigkeit von Veränderung

    Eine ganz klare Ermutigung: Dinge waren nicht immer so wie sie sind und müssen daher auch nicht so bleiben. Irgendwie nichts Neues, findest Du? Überzeuge Dich mit Evke Rulffes kulturgeschichtlicher Recherche, wie sich Rollenverteilungen innerhalb von nur 3 Jahrhunderten verschoben und so eingebrannt haben, als wären sie einfach naturgegeben.

    Kommt Dir das bekannt vor? Auch heute stufen wir Arbeiten als typisch männlich/weiblich ein, die in der Vergangenheit ganz unterschiedlich bewertet und übernommen wurden. Das Konzept der bürgerlichen Hausfrau hat sich erst im 19. Jahrhundert entwickelt. Eine zuvor geschlechtsbezogen viel offenere Teilhabe und gemeinsame Verantwortung sowohl in der Berufs- als auch Haushaltsgestaltung wurde in entscheidenden Wegbereitungen wie einseitiger Privilegienverteilung für Männer im 18. Jahrhundert immer mehr ausgehebelt.

    Ideologische Motive

    Mit wechselnden ideologischen Motiven und Begründungen wurde eine Rollenverteilung gerechtfertigt. Die Arbeit der Hausfrau entspringt ihrer romantischen Liebe und entzieht sich damit moralisch jeglichem Anspruch von Entlohnung. Tätigkeiten im Haushalt, die zuvor professionalisiert ausgelagert waren, wurden nun Frauen übertragen, um Kosten zu sparen. Mit der neuen Selbstverständlichkeit von Hausfrauenarbeit gingen fehlende Anerkennung und Geringschätzung für die so wichtige Care-Arbeit einher.

    Wie das wohl ist, sich regelmäßig nach innen zu fragen und aufrichtig zuzuhören, wie geht’s mir denn, in dem was wir da grade tun? Welche innerlichen Themen hebeln auf welcher Seite, können wir uns die mal gemeinsam anschauen? Was stimmt eigentlich wirklich für mich? Ideologische Motive können tiefgreifend wirken. Welchen Idealen folgst Du, in Bezug auf Frauen- bzw. Männerrollen und auch überhaupt? Und wie gehts Dir damit?

    Auch Evke Rulffes nimmt keine Wertung vor, welche Aufgaben- und Rollenverteilung nun die richtige sei. Gleichzeitig kommt ihr Appell in voller Deutlichkeit an: Mehr Anerkennung, Geld und Solidarität für Care-Arbeit. Wir alle wollen in unseren menschlichen Grundbedürfnissen zum Leben beitragen und dafür auch Gesehensein, Wertschätzung, Anerkennung und Unterstützung erfahren. In welcher Form, wie wir dem Ausdruck verleihen – Entlohnung, Rollenverteilung, gesellschaftliche Strukturen – darüber lass uns reden, in Kontakt kommen und in Beziehung lebendig sein. Wichtig ist, dass es uns gut dabei geht – bereits während des Wegs zum Ziel.

    Mehr zum Nachhören findest Du unter https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/redezeit-evke-rulffes-100.html sowie zum Nachlesen von Evke Rulffes Buch: “Die Erfindung der Hausfrau – Geschichte einer Entwertung”. ISBN 978-3-7499-0240-8

    Komm, setz Dich zu Dir – und entdecke Dich in meiner Begleitung.

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  • Der frühe, äh, der schräge Vogel

    Der frühe, äh, der schräge Vogel

    Welche besondere Verbindung vom Zuhören entstehen kann, veranschaulicht Gisela Steinhauer mit ganz persönlichen Biografien in ihrem Buch „Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm“.

    Verblüffende Lebensrealisierungen ganz unterschiedlicher Menschen als auch die Erzählung an sich inspirieren voller Lebendigkeit

    Als Lesender darf ich an berührenden Begegnungen teilhaben, unter anderem mit einer vielgeliebten Buchautorin, einem leidenschaftlichen Diener, einem famosen Urkomiker, einem Bestatter neuer Abschiedskultur, einem spurwechselnden Sattmacher und viele mehr.

    Ja zu sich selbst

    Der Mut, den eigenen Lebensweg erfüllend zu gestalten, sowie die daraus hervorgehende Bereicherung der Leben anderer Menschen, stärken mich in meiner Motivation, meiner eigenen Berufung zu folgen und regen mich dazu an, meine schrägen Vögel in mir zu entdecken und ihnen Ausdruck zu verleihen.

    Kennst Du schräge Vögel in Dir? Welche Würmer und mehr hast Du schon so gefangen? Wonach hältst Du gerade Ausschau?

    Qualität des Zuhörens

    Am Beispiel überlaufener Psychotherapeuten und Coaches stellt Gisela Steinhauer ihre überzeugende Gabe des einfachen Zuhörens als Mangelqualität in unserer Gesellschaft fest.
    Wo gibt es ein offenes Erzähl-doch-mal mit wirklich wertfreier Aufmerksamkeit eines einfach-so-seins und sich-entwickelns? Wann tanken wir innerlich auf, lassen einfach mal sacken und schwingen uns auf unseren inneren Kompass des zur Ruhe- und Ankommens ein?
    Genau das ist, wofür Focusing mich so sehr fasziniert.

    In meiner Begleitung lernst Du ganz nebenbei, Dir Selbst zuzuhören und Dich anzunehmen. Empathie und Wertschätzung übertragen sich ebenfalls auf Deine zwischenmenschlichen Interaktionen und Du stärkst automatisch Deine wache Zuhörerqualität im Gisela Steinhauer‘schen Sinne – Dir Selbst und Anderen gegenüber.

    Uns so annehmen, wie wir sind

    Nicht jeder schräge Vogel braucht aufsehenerregende Eigenschaften mit sich zu bringen. Bereits kleine Andersheiten eines Gegenübers erfordern Offenheit und Toleranz bei einem selbst.
    Gisela Steinhauer markiert in ihrem eigenen Leben an einschneidenden Erlebnissen den Abbau eigener Vorurteile hin zu einem demütigen Staunen über all die Vielfalt der Welt. Ihr Appell und Wunsch lautet für ein Miteinander des einfach-mal-so-stehen-lassens und Menschen so anzunehmen, wie sie sind.

    In Beziehung sein

    Je mehr ich ich bin, desto besser kann ich andere sein lassen.
    Focusing hat mir enorm dabei geholfen, mich herauszuarbeiten und gleichzeitig andere besser annehmen zu können. Indem ich mein Erleben integriere, gehe und bin ich in Beziehung zu mir Selbst und Anderen.

    Was ist in Dir lebendig? Teilst Du auch die Sehnsucht, einfach sein zu können? Wie bist Du in Beziehung, wie geht es Dir?

    Natürliche Veränderungs- und Lernzonen

    Der eigenen Lebensspur zu folgen, kann wie bei zahlreichen Beispielen im Buch über große Risikosprünge funktionieren, muss aber nicht. Sowohl wer handlungslos vor sich hinmeditiert als auch innehaltlos risikomanövriert, kann Gefahr laufen, sich selbst dabei zu verpassen. Portionsweise Veränderungen wirken Aus dem Nachhinein gesehen ganz leicht und vor allem unvorhersehbar, da der Schritt nach dem nächsten Schritt eben noch offen ist.

    Focusing bringt Dir ganz natürliche Risikowagnisse in für Dich stimmigen Schritten. Deine ganz eigene Spur kann irgendwo zwischen Risiko und Sicherheit liegen. Der Kern ist, dass sie sich gut für Dich anfühlt.
    An welcher Stelle stehst Du in Deinem Leben? Was steht für Dich an?
    Gerne begleite ich Dich dabei.

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  • Der Friede sei mit dir

    Der Friede sei mit dir

    Zusammenfassung aus einer Focusing Sitzung, bei der mich meine Kollegin Maria Merk in meiner Rolle als Klient begleitet hat.

    Ich merke in mir eine diffuse Anspannung oder Aufgeregtheit.

    Der Auslöser ist etwas sehr Schönes, Neues in meinem Leben.

    Es ist aufregend, irgendwie möchte alles in mir hüpfen. Ich erinnere mich an die Qualität aus einem Archetypen-Playfight*, bei dem ich sowohl fröhliche Überschwänglichkeit ohne Gefühl für das Außen, als auch deren ausgereifte Version im Königssein verkörpern durfte. Die Überfröhlichkeit finde ich gerade in meinem Herzen wieder, etwas ganz verspieltes, freudiges. Die Königsenergie spüre ich in meinem Wurzelchakra, das sich extrem stabil, geerdet und sicher anfühlt. Und doch, zugleich verkrampft sich etwas; als wäre mein Körper am Unterleib abgeschnitten. Irgendetwas hat enormen Druck und ein zwanghaftes Müssen.

    Meine Begleiterin und ich wenden uns den Teilen nacheinander zu.

    Beiden für sich geht es sehr gut. Wenn ich die beiden Teile so gegenüberstelle, erkläre ich, wie sie beide voneinander lernen und dadurch wachsen können. „Das war jetzt ein schöner Vortrag“. Stimmt, irgendetwas fehlt. Die Kommunikation zwischen den beiden passt nicht. Ich bemerke eine Traurigkeit. Darüber, wie separat meine Lebendigkeit und meine Verwurzelung in meinem eigenen Körper, meiner Körperlichkeit, meiner Sexualität, voneinander aufgewachsen sind. Wie alleine und irgendwo auch hilflos mein Kind ins Erwachsensein geschlittert ist; dabei, zu lernen, mit sich in Kontakt zu sein, in einen für mich und andere gesunden Bezug und Umgang zu meinem ganzen Körper liebevoll statt tabuvoll hineinzuerwach(s)en.

    Heute erkenne ich, was mir gut tut und was ich brauche.

    Irgendwas beruhigt sich gerade, weitet sich aus. Ich setze meine Traurigkeit, meine Körperlichkeit und meine Verspieltheit zueinander. In der Mitte streckt die Traurigkeit ihre Arme zu beiden Seiten aus und stellt so eine Verbindung her, die ich wahnsinnig stark spüren kann. Vom Schoß über meinen Bauch zum Herz fühle ich in meiner Körpermitte einen offenen, weiten und warmen Kanal. Ich finde mich am Altar der Stadtpfarrkirche meiner Geburtsstadt, Mariä Himmelfahrt**, wieder. „Da fließt was?“ Ja, wir sehen einander, als erfüllt sich eine Sehnsucht nach Austausch und Empathie füreinander. Der Friede sei mit Dir. Sagt die Traurigkeit zu meinen beiden Teilen und irgendwie zugleich zu meinem ganzen Ich. Der Friede sei mit Dir. Sagen sich meine beiden Seiten und irgendwie auch mein ganzes Ich. Jetzt kann ich meinen eigenen Friedensgruß für mich lange und ausführlich genießen***. Mit einer tiefen inneren Verneigung voreinander bedanken wir – meine Traurigkeit, meine Körperlichkeit, meine Verspieltheit und Ich, alles ist irgendwie eins – uns für meinen hinzugewonnenen inneren Platz des Friedens, der Weite und der Fülle, an dem ich zu jeder Zeit für neue Begegnungen mit mir Selbst willkommen bin.

    *Playfight ist ein sehr achtsames und spielerisches Duell, bei dem für Erkenntnisgewinn gezielt bestimmte Rollen eingesetzt werden können. Am Ende wird gemeinsam reflektiert.
    ** Kirche steht in meiner Entwicklung sinnbildlich für die familiär als auch gesellschaftlich geprägte Abwertung und Tabuisierung von Sexualität bzw. Körperlichkeit allgemein
    *** Der Friedensgruß war für mich in Gottesdiensten mitunter der schönste Moment und ging mir meistens zu schnell. Für mich ist es ein Geschenk, Menschen tief in die Augen zu sehen, die Hand zu reichen und für einen Augenblick so etwas unendlich Großes zu teilen. Namasté.

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  • Thema X

    Thema X

    Zusammenfassung eines persönlichen Focusingerlebnisses von mir. Begleitet hat mich meine Kollegin Maria Merk.

    Eine der vielen schönen Sachen an Focusing ist, dass für das Arbeiten an bzw. mit einem Thema oder einer Frage der Inhalt nur bedingt relevant ist.

    So können wir inhaltlich ein „X“ setzen, und genauso mit dem, was uns beschäftigt, arbeiten und weiterkommen.

    Für dieses Thema setze ich ein X, um darin auftauchende Personen oder Kontext zu anonymisieren. Es geht also um „X“. X ist mir neulich besonders stark aufgefallen, als ich ein damit assoziiertes Lied hörte und dabei intensive Gefühle spürte. Auf der einen Seite ist da etwas unwahrscheinlich Schönes. Gleichzeitig scheint, wie bei einer Gratwanderung, auf der anderen Seite der Sturz ziemlich steil bergab hinein in Schmerz. Meine Bereitschaft ist da, nun X meine Aufmerksamkeit zu schenken. Vor ein paar Stunden habe ich bewusst nochmal das Lied angehört.

    Im Jetzt ziehe ich mir diesen Moment etwas her

    Ich gucke aus dem Fenster und bemerke wieder X – mit seiner gesamten Schönheit und gleichzeitig dieser enormen Wucht an Traurigkeit! Für jetzt halte ich den starken Schmerz aus. Ich weiß, ich bin in Begleitung und Sicherheit. Während sich aus meiner Bauchgegend in innerlichen Krämpfen Schicht für Schicht Wundkruste abträgt und in Tränenform herausfließen kann, nehme ich im Hintergrund meditativ einladende Worte wahr, die beruhigend auf mich wirken und sich behutsam wiederholen. „Sei einfach bei dir … bleib in Kontakt mit dem was ist … ich bin da … nimm einfach wahr“.

    X möchte Raum und gesehen sein.

    Gesehen … als es etwas abebbt und schließlich ruhiger ist, ist etwas neu. Innerlich schaue ich mich um. Beim Blick aus dem Fenster sehe ich mich. Das ist neu! Ich sehe mich. Ich sehe mich auch ! Der Satz ist total stimmig. Ich sehe mich auch. Gänsehaut und warmer Rückenschauer. Ich sehe mich auch. Jetzt breitet sich Wärme und Erleichterung aus. Ich beginne mich zu regen und strecken. Ich sehe mich auch. Allmählich öffne ich meine Augen und blicke diesmal tatsächlich aus dem Fenster direkt vor mir. Ich stelle mir vor wie draußen im Grünen neben meinem X und allem was dazu gehört auch ich bin. Ich kann uns zuschmunzeln. Ich sehe mich auch.

    Was ich erlebe lasse ich so stehen und wirken.

    Ich merke bereits, was sich verändert hat: einerseits habe ich nun einen für mich gesünderen Abstand und vor allem Umgang gegenüber X. Andererseits hatte X vorher ganz offensichtlich eine Seite gefehlt, die jetzt vollständiger ist: mich einzubeziehen und zu sehen, wie es mir geht. Letzteres gibt nicht nur der Vergangenheit eine neue, heilende Bedeutung sondern hilft mir vor allem für zukünftige Situationen die schmerzhafte Seite von X für alle Beteiligte überflüssig zu machen. Meinen Anker als Erinnerung hat sich mein System unvergesslich integriert. Ich sehe mich auch. Das wirkt.

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  • Mein Diamant in mir

    Mein Diamant in mir

    Zusammenfassung aus einem eigenen Prozesserlebnis in meiner Rolle als Klient, begleitet von meiner Kollegin Maria Merk.

    Etwas in meiner Herzgegend zwickt, fühlt sich eingeklemmt. Auslöser ist eine brandaktuelle Situation, von der ich über mich selbst unzufrieden bin, wie es mir darin erging, darüber, welche innere Haltung ich selbst angenommen hatte, oder ich angenommen wurde, es scheint einfach zu passieren. Bin ich das? Wie ich sein und mich erleben möchte spüre ich sehr klar. Weit, offen, herzlich, neugierig, einladend. Diese Weite, diese Freiheit kann ich spüren – sehr deutlich sogar. Ja, jetzt grade bin ichs. Es ist super schön. Ich genieße es. So möchte ich mich erleben, und von hier aus agieren.

    Aus diesem Zustand, dem innerlichen Freiraum, wende ich mich nochmal der Situation zu.

    Was passiert da in mir? Zunächst einmal kann ich bemerken, dass meine Atmung flacher und irgendwie stockender wird. Irgendwas ist da abgeschnitten, ich komm noch nicht so ganz ran. Ja, ich fühle mich in der Enge. Da ist es angespannt, unangenehm. Da ist etwas im Raum, als müsste ich für jemand etwas erfüllen und dabei verliere ich die Aufmerksamkeit für mich selbst. Zack – wie ein Ballon der sich im Raum aufbläst und ich in der Ecke gedrängt stehe. Ich erkenne den Zusammenhang aus Situationen in meiner Kindheit sehr klar und empfinde Mitgefühl für wie es mir damit erging, komplett vorwurfsfrei in jeglicher Richtung. Was ich bemerke ist, dass es für mich nicht stimmig ist, mit dem Ballon zu interagieren – zum Beispiel mir mit einer Nadel wieder Platz zu verschaffen – denn es ist ja nicht meiner. Für mich ist es dagegen stimmig, einfach die Wände umzustoßen und in meiner Richtung in die Freiheit zu gehen. Damit bin ich nämlich erstmal aus der Situation raus und das fühlt sich gut an. Doch irgendwie, sticht es da in der Herzgegend. Ich habe die Situation scheinbar in meiner Brust mitgenommen und auf eine Weise reproduziert: etwas ist dort eingeklemmt. Etwas verdichtet sich in meinem Herz. Es ist, wie ein Diamant! Ich finde einen Diamanten in mir. Ich schenke ihm zunächst einfach mal meine Aufmerksamkeit. Schon bald stelle mir vor, wie schön es ist, ihn nach außen zu zeigen, ihn am Handgelenk für mich und andere sichtbar zu tragen. Die Vorstellung ist schön. Gleichzeitig – es sticht immer noch in der Herzgegend. Mein Diamant ist noch drinnen. Möchte er denn heraus?

    Was möchte mein Erleben?

    Ich frag ihn jetzt was er denn eigentlich möchte. Sehr deutlich genießt er meine Aufmerksamkeit. Je mehr mein Diamant mich auf etwas hinweisen ja fast schon muss, desto mehr macht er sich bemerkbar. Etwas ist mir heilig. Er möchte mir zeigen, was für mich gerade das Wesentliche ist. Er sagt, worauf kommt es nun wirklich an, Martin? In mir breitet sich ein Gefühl von Weite und Freiheit aus. Es ist bereits sehr schön und wir könnten es dabei belassen. Meine aufmerksame Zuhörerin bemerkt, dass tatsächlich irgendwas noch nicht ganz abgeschlossen ist. Ja, es braucht auch Zeit. Ich bekomme die Einladung, nochmal dabei zu verweilen. Von ganz natürlich wandere ich mit meinem nun wie erleuchtenden Diamant in so eine Situation von früher. Erstaunlicherweise finde ich nun Platz, auch mit dem Ballon, der sich beginnt zu verkleinern, ganz ohne zutun. Wir beide, der Ballon und ich, setzen uns auf Augenhöhe zu Tisch. Mein Diamant erstrahlt aus vollem Licht. Es ist ganz friedlich.

    Ich schlage die Brücke von früher zur aktuellen Situation

    Am alten Ort ist mein Diamant wie ein Erinnerungslicht, das ich für mich setze. Ich verankere meinen Diamanten dort am Tisch, der für mich hell aufleuchtet, sobald ich mich ihm nähere, zugleich für andere unsichtbar. Er spürt mich und erkennt mich, sein zugehöriges Wesen. Diesen Ort von früher kann ich jetzt gut loslassen und wende mich dem Weckruf der aktuellen Situation zu.

    Am neuen Ort wirkt mein Diamant für mich als innerliche Wiederkalibrierung. Ich platziere ihn innerlich in der Mitte meines Zimmers. Auch hier leuchtet er umso stärker, je näher ich da bin. Er erkennt mich. Jetzt gerade erkenne ich erkenne mich. Ich kann mich zu mir setzen, zu meinem Wesentlichen.

    Ich fühle Weite, Leichtigkeit und Freiheit – so zu sein wie ich wirklich möchte.

    Je näher ich an mir selbst, dem was mich ausmacht, und dem, der ich sein möchte, dran bin, desto mehr erstrahle ich.

    So abstrakt es klingen mag, am nächsten Morgen war ich für mich mit der auslösenden Situation innerlich komplett entspannt und konnte die Thematik mit meiner mir wichtigen Weite, Neugier und Herzlichkeit ansprechen. Ich fand für mich sehr leicht kreative Lösungen, die alles im für mich zuvor anstrengenden Gespräch Gesagte mit einbezogen und mir gleichzeitig erfüllten, was mir wichtig war. Das Wiederaufgreifen des Themas ergab sich ganz organisch und mein Lösungsvorschlag kam an.

    Teilweise nun bewusst, teilweise weil es sich einfach intuitiv so richtig anfühlte, habe ich meine Zimmermitte regelmäßig mit einer Kerze erstrahlen lassen, die mich, einfach wenn mir danach war, begleitet und genährt hat.

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  • So geil

    So geil

    „Es ist wie es ist – sagt die Liebe“. Diesen Satz habe ich soeben von meiner Focusing-Tandempartnerin Maria Merk aufgeschnappt. Wir gehen über zu meiner Rolle als Klient, in der ich begleitet werde.

    Resonanz macht sich bemerkbar

    In mir breitet sich eine wärmende Weite ins Unendliche aus, als erfüllt sich gerade eine tiefe Sehnsucht. Jetzt, wo ich eine natürliche Freiheit fühle, überkommt mich auf einmal eine sehr heftige Traurigkeit! In einem Gespräch vom Vorabend ist mir klar geworden, wie ich mich zeitlich übernehme und da wohl einfach reingeschlittert bin. MAL WIEDER. Martin, zum 495tausendsten Mal, du kannst doch, so geht‘s einfach nicht, das war von vornherein MOMENT MAL. Im Nachhinein super logisch gerade weil es so oft auftritt, bemerke ich im Jetzt einen süßlichen Schmerz, der es noch gar nicht ganz glauben kann, gesehen zu sein. Zählt nicht genau das zu dem, was mich auszeichnet?

    Ich erkenne und nehme mich an

    Es gehört auch zu mir, dass ich mich mal übernehme. Und es ist ganz wunderbar – all die Möglichkeiten, Begegnungen und Erlebnisse, die ich mir daraus schenke. Das Entscheidende ist, wie ich mit mir umgehe, auch wenns mal kurz viel ist. Auch wenn ich es mal nicht schaffe, so zu sein, wie ich möchte, verurteile ich mich nicht dafür. Es ist so wie es ist – so wie ich bin. „Du darfst so sein“. Mhm. Ne, genau genommen eher es ist geil so wie ich bin. Wow, wie kraftvoll. Diesmal freue ich mich schon richtig, meinen guten Vorsatz fürs nächste Jahr einzuhalten. In diesem Sinne, demütig: bleiben wir alle so geil wie wir sind! Jede*r von uns ist einzigartig. Was für eine Fülle. Von Herzen eine schöne Zeit.

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  • Zeit, zu gestalten

    Zeit, zu gestalten

    Zusammenfassung aus meiner heutigen Focusing Sitzung begleitet von Maria Merk.

    Heute läuft mein Prozess zäh, beim Versuch zu Spüren bleibe ich auf Brusthöhe stecken. Ich merke große Leere, Nichts.

    Wie ist dieses Nichts?

    Es ist wie hinter mir und in mir, weiß. Vor mir ist schwarz, erdig, darin sind farbige Schichten enthalten, doch sie sind verkrustet. Da ich selbst so weiß, nichts, bin, falle ich auf dem Erdigen stark auf, fühle mich isoliert. Ich sehe mich als Moomin, wie ich mich der Alles-Da-Schicht zuwende und beginne, zu gestalten. Wir beenden nach 1,5h die Session an der Stelle, diesmal ohne ganzheitlich-erlebt-gefühlte Veränderung, dafür mit diesem Fünkchen Neuem, meinem Moomin-Bild im Kopf.

    Es arbeitet noch weiter nach in mir

    Ich finde meinen Schlüssel in Geduld und Zuwendung zu mir selbst, mich gestalten lassen, liebevoll. Mir Zeit nehmen. Das, was ich jetzt gerade tue: mein Bild malen. Dabei spüre ich die Auflösung, Kribbelwellen durch meinen Körper. Echte Zuwendung und Gestaltung von und für mich selbst. Aus meiner Musikbox höre ich „May roots grow deeply in this garden of life“.

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  • Ein Teil in mir

    Ein Teil in mir

    Zusammenfassung meiner eigenen Prozesserlebnisse einer Focusing – Sitzung begleitet von meiner Kollegin Maria Merk.

    Es gibt einen Teil in mir, der würde gerne sterben. Jetzt nehme ich mir Zeit, ihn mir anzusehen. Ich bemerke, wie es bereits gut tut, ihn anzuerkennen, dass er da ist.

    Der Teil in mir ist genau so willkommen, wie er ist.

    Ich weiß, er ist nicht mein ganzes Ich und gleichzeitig bin ich mir sicher, dass er mir etwas sehr sehr Wichtiges mitzuteilen hat, denn seine Emotion kann ziemlich stark sein. Indem ich meine Aufmerksamkeit nach innen richte und in Kontakt mit mir gehe, kommt mir das Bild von – diesmal zwei – Drachen * . Es sind ein großer Drache und ein kleiner, sehr lebendiger und verspielter Drache. Ich bemerke Freude über die Lebendigkeit des kleinen Drachen. Und wie ich mich aus seinen neugierigen Augen und offenem Herzen dem großen Drache zuwende, fühle ich Traurigkeit und bekomme großes Mitgefühl. Er wirkt auf mich starr und leicht zusammengekrümmt. Ich sehe, dass er leidet. Ja, ein Teil in mir leidet, sogar sehr stark, und fühlt großen Schmerz.

    Jetzt fühle ich (mich) und verstehe.

    Tränen überströmen mich und ich folge meinem Impuls, den großen Drachen am Hals zu streicheln. Ich fahre mir mit meiner Hand sanft über den Hals. Ja, so ist es gerade für mich. Mein großer Drache und ich – alles verschwimmt und ist auf eigene Weise verbunden – genießen meine zärtliche Zuwendung und mein Streicheln. Nach einer Weile […] spüre ich ein Recken und lasse meinen Körper sich ganz natürlich bewegen. Dankbarkeit, Wärme und Weite beginnen sich breitzumachen. Auch der große Drache kommt in Bewegung und ihm kullert beim Blick auf den kleinen Drachen eine kleine Freudenträne über die Wange. Mit erleichtertem Seufzen bedankt er sich: „komm, lass uns Spielen gehen“

    * das Bild (m)eines Drachen war für mich in einer vorangehenden Sitzung ein Schlüsselelement und taucht seither ab und an mal auf

    So ist es rund für mich und ich lasse, was ich erlebe, so stehen und wirken. Ich merke die Erleichterung darüber, die Botschaft meines Teils in mir gehört, gefühlt, gespürt und gesehen, ja integriert zu haben. Irgendwie bin ich ganzer geworden. Das merke ich daran, dass mir die Energie, Kraft und Aufmerksamkeit, welche bisher für den Schmerz aufgebraucht wurden, mir nun frei zur Verfügung stehen. In besonders herausfordernden Situationen, wenn ich den mir vertrauten Schmerz anfange zu spüren, streichle ich mich am Hals – das wirkt, aufbauend auf diesem Prozesserlebnis. Ich streichle mich aber auch einfach so mal am Hals, wenn es gerade schön ist. In jedem Fall genieße ich es, mich zu spüren und gut in Kontakt mit mir zu sein. Im wahrsten Sinne des Wortes, wundervoll :)

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  • Die vier Elemente

    Die vier Elemente

    Es ist Freitagabend, Zeit für unser partnerschaftliches Focusing mit Maria Merk. Die Wandfarbe kann währenddessen in Ruhe trocknen, genau rechtzeitig fertig geworden.

    Wir beginnen mit lockerem Austausch, Ankommen, Freiraum schaffen und schauen dann was jetzt grade so da ist.

    Diesmal ist da mein Raum – den ich eben bemalt habe. Ich begebe mich innerlich in meinen Raum und freue mich riesig. Ich fühle mich stolz und vor allem sehr zufrieden darüber, wie ich zum ersten Mal einen Raum ganz bewusst so stimmig für mich gestaltet habe und was das mit mir macht. Im Schlafbereich finde ich beruhigendes Wasser, ein sanftes Blau als Grundton mit tiefblauen Wellen. Den Arbeitsbereich zieren feuerrote züngelnde Flammen, passend zu meiner Leidenschaft in mir. Bereits der Gedanke an mein ekstatisch-tänzerisches Malen mit dem Rot belebt mich innerlich und zaubert mir ein zufriedenes Schmunzeln. Auf der anderen Seite ist noch die Luft in weiß, unmittelbar anschließend an einen ockerfarbenen Berg, den ein farblich und inhaltlich passend ausgesuchtes Leinwandbild schmückt. Allein beim Anblick der Erde spüre ich, wie ich mich innerlich erde und diese ruhende Kraft genieße.
    Meine aufmerksame Zuhörerin frägt offen-interessiert: „wie schauts bei dir mit der Luft aus, von der hab Ich jetzt noch kaum was gehört?“ Ich halte inne. Tatsächlich, den Luftbereich habe ich mehr oder weniger unbewusst gestaltet – das was so in etwa übrig blieb.

    Wie ist das denn für mich, wie gehts mir da?

    Mir fällt direkt meine Tendenz ein, auch mein Leben vollzukleistern mit dies und das, was ab und an leicht mal zu zuviel des Guten führt. Ich merke, wie sich mein Atmen beengt anfühlt. Luft. Ja, ich möchte gerne mehr Luft, mehr Freiraum haben! Ich atme ein paarmal tief ein und wieder aus. Mir kommt der Gedanke, ein paar der züngelnden Flammen einfach zurück weiß zu übermalen. Irgendwie noch nicht ganz stimmig denn, aus der Feuerecke betrachtet gefällt es mir einfach klasse, so wies ist. Und doch, etwas ist mit der Luft. Ich möchte ihr, und mir, mehr Freiraum geben. Wir verweilen dabei noch ein wenig und lassen es so stehen.

    Für mich stellt sich heraus, dass ich meine weiteren Zimmerelemente bewusst mit dem Fokus auf Luft und Freiraum gestalte. Von nun an habe ich ein Stückchen mehr Luft mit mir – auf jeden Fall mal in meinem Zimmer und im aufgefrischten Bewusstsein meiner Aufmerksamkeit.

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